Störche

Frühjahr 2010
Kurz vor Ostern war das Storchenpaar wieder in Puls und jetzt im Mai sieht es von unten so aus, als wenn im Nest reichlich gefüttert wird - gesehen habe ich die Jungen noch nicht.
05.06.10 es sollen 2 oder 3 Jungtiere sein.

28.06.2010 - heute wurden 3 Jungstörche beringt, Bilder dazu....
wenn die Jungen aus dem Nest geholt werden stellen sie sich tot, so lassen sich die "Personalausweise", wie eine Nachbarin die Ringe nannte, sehr leicht anbringen.

Frühjahr 2009
07.03.2009 12:05 Uhr .... 2 Wochen früher als im letzten Jahr kreiste der Storch über dem Haus, bevor er sich auf dem Nest niederließ - 1 bis 2 Tage später war er wieder fort.
Nach einigen Tagen traf dann "unser" Storchenpaar ein. Leider blieben sie in diesem Jahr ohne Nachwuchs. Vielleicht hatte der extreme Hagel im April daran schuld, vielleicht war das Storchenpaar zu jung - es schien nicht das Paar aus den vergangenen Jahren zu sein.

2008
Zwei Häuser weiter ist auf einem Mast ein Storchennest, das Jahr für Jahr "bewohnt" ist. In dem Jahr als wir nach Puls zogen (2006) hat das Storchenpaar 2 Junge groß gezogen, 2007 teilten sich sogar 3 Jungvögel das Nest mit den "Eltern". Das Nest war alsbald zu klein, so dass "Herr Adebar" die meiste Zeit mit einem Platz auf der Sirene der schräg gegenüberliegenden Feuerwache vorlieb nehmen musste.

Von den 2 Jungtieren aus 2006 erfuhren wir, dass eins davon im südlichen Spanien gesichtet wurde. Das Andere verstarb leider in Spanien in einer Hochspannungsleitung.

 

Am 25.März und am 30.März 2008 wurde das Nest jeweils von einem Storch angeflogen.
Am 02.04. war dann "unser" Storch da und "seine Gemahlin" traf am 03.04.2008 ein.

17.06.2008 drei Jungtiere sind im Nest. 02.August 08 - Seit einigen Tagen unternehmen "die Kleinen" erste Ausflüge.

Nachkommen, die 2008 von "unserem" Storchenpaar aufgezogen wurden.

 

Interssante Seiten zu den Weißstörchen gibt es viele, stellvertretend hier der Link zum NABU Schleswig-Holstein


Zum Zugverhalten eine sehr informative Seite des NABU
 (ich habe den Zug der Störche täglich auf den Karten von GOOGLE-MAPS verfolgt.)

 


Nachfolgende Texte und Bilder sind auszugsweise bei Wikipedia entnommen.
Quelle:
http://de.wikipedia.org/wiki/Weißstorch

Weißstörche sind etwa 80 bis 100 cm lang und haben eine Flügelspannweite von etwa 200 bis 220 cm. Bis auf die schwarzen Schwungfedern ist das Federkleid rein weiß. Schnabel und Beine sind rötlich. Weißstörche haben ein Gewicht von etwa 2,5 bis 4,5 kg.

Da die Stimme des Weißstorchs nur schwach ausgeprägt ist, verständigt er sich durch Klappern mit dem Schnabel. Deshalb wird er auch Klapperstorch genannt. Geklappert wird zur Begrüßung des Partners am Nest und zur Verteidigung gegen Nestkonkurrenten. Auch sein Balzritual geht mit ausgiebigem gemeinsamem Schnabelklappern einher.


Weißstorch startet vom Nest


Weißstorch im Flug

Der Weißstorch ernährt sich ausschließlich von Kleintieren wie Regenwürmern, Insekten, Fröschen, Mäusen, Fische und auch Aas. Er ist auf keine Nahrung spezialisiert, sondern frisst die Beute, die häufig vorhanden ist. Deshalb bezeichnet man den Weißstorch als Nahrungsopportunisten.

Seine Jagdmethode ist höchst charakteristisch und macht ihn schon aus weiter Entfernung erkennbar: Er schreitet auf der Suche nach Beute durch Wiesen und Sumpfland und stößt dann blitzartig mit dem Schnabel auf seine Beute herab. Daneben kann er auch wie ein Reiher mit angewinkelten Beinen an einem Mauseloch lauern und dann plötzlich zustoßen. Im seichten Gewässern durchschnäbelt er das Wasser nach Beute.

Der Weißstorch nistet auf Felsvorsprüngen, Bäumen, Gebäuden und Strommasten. Er besiedelt offene und halboffene Landschaften. Dabei bevorzugt er feuchte und wasserreiche Gegenden, wie Flussauen und Grünlandniederungen. Der Weißstorch brütet in Europa von Spanien bis Russland, in Nordafrika und Vorderasien (Türkei bis Kaukasus). Weißstörche nisten in der Regel jahrelang auf demselben Horst. So können sich Männchen und Weibchen alljährlich im Frühjahr am Nest vom Vorjahr wieder treffen, obwohl Weißstörche nur eine Saisonehe führen. In der Obhut eines Tierparks kann es bei Anfütterung auch zur Überwinterung eines Storchenpaares am Nistplatz vorkommen. Die Jahresbrut besteht aus 3 bis 5 Eiern, weiß mit feiner Körnung und doppelt so groß wie ein Hühnerei.


Weißstorch im Tiefflug


Weißstorch

Beim Weißstorch handelt es sich um einen Zugvogel, der jedes Jahr lange Strecken zwischen seinen Brutquartieren und seinen Winterquartieren in Afrika südlich der Sahara zurücklegt. Der Weißstorch ist ein Segelflieger, der zum Zug warme Aufwinde (Thermik) nutzt. Da über dem Wasser keine Thermik entsteht, muss der Weißstorch das Mittelmeer umfliegen, um nach Afrika zu gelangen. So ziehen die so genannten "Weststörche" bei Gibraltar über das Mittelmeer, um in Westafrika vom Senegal bis zum Tschadsee den Winter zu verbringen. Die "Oststörche" ziehen über den Bosporus, das Jordantal und die Sinaihalbinsel nach Afrika. Sie fliegen das Niltal hinunter bis in den Sudan. Von dort aus geht der Zug weiter in Richtung Ostafrika. Die Winterquartiere der "Oststörche" befinden sich in Ostafrika bis Südafrika. Das ist eine Entfernung von etwa 10.000 km.
Nur wenige Vögel nehmen die mittlere Zugroute über Italien nach Tunesien. In den letzten Jahren ziehen viele Störche auf der westlichen Route nicht mehr bis nach Afrika, sondern bleiben in Spanien und Portugal. Das günstige Nahrungsangebot auf Reisfeldern und Mülldeponien macht es ihnen möglich, auf den Zug nach Afrika zu verzichten.

Immer wieder verbleiben Störche auch über die Winterzeit in ihren Sommerstandorten. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um ausgewilderte Tiere, die auf Grund von Verletzungen an den Menschen gewöhnt sind und ein gestörtes Zugverhalten aufweisen. Daher ist oft eine Hege dieser einzelnen Tiere auch weiterhin über den Winter notwendig.

Die Legende vom Storch, der die Kinder bringt, fußt wahrscheinlich auf altem Heilwissen und bezieht sich nicht auf den Schreitvogel, sondern auf das Heilkraut Storchschnabel (Geranium robertianum L.). Ein Tee aus dem Kraut, täglich von beiden Eltern kalt zu trinken, soll bisher versagten Kinderwunsch erfüllen .
Die beschriebene Wirkung könnte unter anderem auf einem Östrogen-ähnlichen Inhaltsstoff beruhen, durch den bei gleichzeitigem Genuss des Tees der Hormonspiegel der Beteiligten harmonisiert wird.

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